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(mp) - Mit einer Kombination aus Schulmedizin und traditioneller chinesischer Medizin (TCM) würden sich zwei Drittel der Deutschen am liebsten im Krankheitsfall behandeln lassen. Nur 18 Prozent der vom Institut für Demoskopie in Allensbach über 2 000 Befragten bevorzugen eine rein schulmedizinische Behandlung. Dass der Trend zu TCM mehr als eine Mode ist, zeigt die Zahl der Kombinationsbefürworter, die bereits TCM-Erfahrungen haben. Von ihnen sprechen sich 89 Prozent für eine Verbindung der beiden medizinischen Behandlungsmethoden aus, also für die so genannte integrative Medizin. Professor Dr. Gustav Dobos, Inhaber des einzigen deutschen Lehrstuhls für Naturheilkunde mit dem Schwerpunkt TCM an der Universität Duisburg-Essen, sieht im Umfrageergebnis ein Beleg für den bedarfs- und patientenorientierten Ansatz der integrativen Medizin: "Sie macht den Kranken das nachweislich Beste aus beiden 'Schulen' zugänglich." Für ihn lässt sich das auch an der steigenden Patientenzahl ablesen, die die Ambulanz für chinesische Medizin am Lehrstuhl für Naturheilkunde der Kliniken Essen-Mitte aufsuchen. Dazu gehört auch eine internistisch-naturheilkundliche Abteilung mit 54 Betten. Dass die Kombination aus TCM und Schulmedizin nicht nur hier zu Lande interessant ist, zeigt jetzt ein Vorhaben der TCM-Universität in Peking. Dort soll jetzt mit Hilfe des deutschen Lehrstuhls für Naturheilkunde eine Vorlesungsreihe für die chinesischen Studenten zum Thema "westliche Naturheilkunde" starten (www.uni-duisburg-essen.de/naturheilkunde).
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